Leben an Bord eines Binnenschiffs: Alltag von Matrose und Schiffsführer
Das Leben an Bord eines Binnenschiffs hat sich verändert. Dazugekommen sind Digitalisierung, strengere Vorschriften, höhere Anforderungen an die Sicherheit und mehr Druck auf die Leistung der Besatzung.
Dieser Beitrag beschreibt, was Matrose und Schiffsführer tatsächlich tun, wie der Arbeitsrhythmus aussieht und welche Technik heute dazugehört.
Der Alltag eines Matrosen an Bord
Ein normaler Arbeitstag des Matrosen besteht aus Handarbeit an Deck:
- das Schiff mit Tauen festmachen und wieder losmachen,
- Schiff und Ausrüstung warten: reinigen, streichen, kontrollieren,
- beim Schleusen mit anpacken,
- dem Schiffsführer beim Manövrieren helfen.
Die Arbeit ist körperlich anstrengend, und oft wird bei schlechtem Wetter gearbeitet.
Was macht ein Schiffsführer?
Der Schiffsführer steht nicht nur am Steuer. Zu seinen Aufgaben gehört:
- die Verantwortung für die Sicherheit von Schiff und Besatzung,
- die Abstimmung mit Häfen, Disposition, Polizei und Zoll,
- die Arbeit mit Navigations- und Kommunikationssystemen,
- die Logistik, also wann geladen und gelöscht wird,
- Notfälle, vom Motorschaden bis zur Erkrankung eines Besatzungsmitglieds.
Er führt die Besatzung und organisiert den Betrieb. Neben Fachwissen braucht er deshalb Disziplin, eine klare Kommunikation und Respekt an Bord.
Arbeitsrhythmus: vier Wochen an Bord, vier Wochen zu Hause
Leben an Bord heißt, längere Zeit nicht zu Hause zu sein. Ein üblicher Rhythmus ist vier Wochen an Bord und vier Wochen zu Hause.
- Während des Turnus sind Unterkunft und Verpflegung gestellt, und der Lohn läuft weiter.
- Schwer ist für viele die Trennung von der Familie. Die Besatzung wird deshalb oft zu einer zweiten Familie.
Moderne Schiffe haben häufig Internet, klimatisierte Kabinen und Aufenthaltsräume. Leicht ist das Leben an Bord trotzdem nicht: Die Arbeit ist hart, und jeder trägt Verantwortung. Mehr zum Rhythmus und zum Lohn lesen Sie im Beitrag Arbeitszeiten in der Binnenschifffahrt.
Technik im Steuerhaus: Inland ECDIS, Radar, digitale Dokumente
Früher verließ sich der Schiffsführer vor allem auf Erfahrung und Karte. Heute gehört zur täglichen Arbeit:
- elektronische Navigation mit Inland ECDIS,
- Radar und automatisierte Meldungen,
- die Überwachung von Emissionen und Kraftstoffverbrauch,
- digitale Hafendokumente.
Matrosen und Schiffsführer müssen mit dieser Technik sicher umgehen können. Jüngeren fällt das meist eher leicht.
So bereitet TMLG Academy auf das Leben an Bord vor
- Am zertifizierten Schiffsführungssimulator in Hlohovec üben Sie auch den Umgang mit Notfällen.
- Weitere Simulatorräume hat TMLG Academy in Žilina und Děčín. Partner sind die SPŠ Děčín und die Universität Žilina.
- Wer den Ausbildungskurs macht und noch nicht bei einer anderen Reederei arbeitet, ist vom ersten Tag an fest bei TMLG Group angestellt. So erleben Sie den echten Arbeitsrhythmus an Bord und verdienen dabei Geld.
- Der Weg führt vom Leichtmatrosen im Ausbildungskurs bis zur Prüfung für das UNION Patent, das Unionsbefähigungszeugnis als Schiffsführer.
Auf Deutsch unterrichten wir den Ausbildungskurs, das UNION Patent, das Radarpatent, das M-Patent und den Kurs Sachkundiger für die Fahrgastschifffahrt, alle in Hlohovec. Den Beginn vereinbaren Sie mit dem Dozenten.
Häufige Fragen
Wie anstrengend ist die Arbeit als Matrose?
Sie ist körperlich und findet draußen statt, im Sommer wie im Winter. Sie arbeiten mit Tauen, in Schleusen und auf nassem Deck.
Kann ich ohne Erfahrung an Bord anfangen?
Ja. Im Ausbildungskurs sind Sie nach 90 Fahrtagen und der Matrosenprüfung Matrose, ohne Kurs nach 360 Fahrtagen. Beide Wege beschreiben wir im Beitrag Matrose werden.
Wie lange ist man am Stück an Bord?
Bei TMLG Group zum Beispiel vier Wochen, danach folgen vier Wochen zu Hause.
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